Posts Tagged ‘Tarifverhandlungen’

Erfolg für Freie: Gericht kippt Springer-AGB

26. März 2010

26. Mär. 2010 – Das Kammergericht Berlin hat am heutigen Freitag der Axel Springer AG im Wege der einstweiligen Verfügung und zugleich durch ein Hauptsacheurteil untersagt, wichtige Passagen ihrer AGB für die freien Journalistinnen und Journalisten des Verlags zu nutzen (Az. 5 U 90/07).

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Vergütungsregeln für Freie – ohne Sachsen?

2. Februar 2010

Nach sechs Jahren Verhandlungen haben DJV, ver.di und am 29. Januar auch der BDZV den neuen Vergütungsregeln für hauptberuflich Freie an Tagezeitungen (nicht zu verwechseln mit den arbeitnehmerähnlichen Freien) zugestimmt.

Zugleich wurde jedoch mitgeteilt, dass der Verband der Sächsischen Zeitungsverleger, der zuletzt noch in den Schlussfassungen der Vertragstexte genannt wurde, in dieser Frage vom BDZV nicht vertreten wird. Auf Nachfrage bei der Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft wurde bestätigt, dass diese dem BDZV das Verhandlungsmandat für die Vergütungsregeln entzogen hat und an ihren derzeitigen Honorarregelungen für Freie nichts ändern will.

Juristisch dürfte der Abschluss auch die Situation freier Journalisten an Tageszeitungen in Sachsen stärken, da im Streitfall die Vereinbarung zwischen DJV, ver.di und BDZV ein klares Signal darstellt, was  in der Frage der Texthonorare als angemessen zu betrachten ist. Wie sich die neuen Vergütungsregeln und das Ausscheren der sächsischen Verleger praktisch auswirken, muss sich zeigen.

hg

40 Fragen und Antworten zu den neuen Vergütungsregeln

Anspruch auf Weiterbildung für alle?

30. Januar 2010

Der Bundesfachausschuss Tageszeitungen hat auf seiner Sitzung am 26. Januar in Fulda einen Antrag diskutiert, der auf dem Bundesverbandstag in Berlin an den Bundesvorstand gestellt worden war: Der DJV soll in Tarifverhandlungen darauf hinwirken, dass Gewerkschaftsmitglieder mehrere freie Tage pro Jahr für die Weiterbildung bekommen.

Die umstrittenste Frage war dabei: Wollen wir einen Anspruch exklusiv für unsere Mitglieder durchsetzen, oder sollen wir dafür eintreten, dass alle Kolleginnen und Kollegen unabhängig von der Mitgliedschaft im Journalisten-Verband die Weiterbildungstage bekommen?

Dass in einer sich verändernden Medien- und Technikwelt und bei zunehmend crossmedialer Ausrichtung der Verlage die Weiterbildung an Bedeutung gewinnt, darüber besteht sicher weitgehend Einigkeit. Aber wie sähe es mit der Umsetzung einer solchen Vereinbarung aus, wenn sie denn käme – ganz gleich ob sie für alle oder nur für DJV-Mitglieder gelten würde? Müsste dann die Gewerkschaft Weiterbildungsangebote machen? Müsste man die Verlage in die Pflicht nehmen? Und – last but not least – wären die Kolleginnen und Kollegen reif dafür, in Eigenverantwortung etwas für ihre Weiterbildung zu tun, diese Tage also auch zweckbestimmt zu nutzen?

Für die weitere Diskussion dieses Themas interessiert uns natürlich die Meinung der Kolleginnen und Kollegen in den sächsischen Redaktionsstuben. Kommentare, Hinweise und Kritik sind also ausdrücklich willkommen.

hg


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