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Dresdens Blogportal stellt sich vor

16. November 2015

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Der kleine Nebenraum im Café B’Liebig platzte zum 4. DJV-Bloggerstammtisch am 29. Oktober aus allen Nähten. 21 Blogger und Onliner aus der Stadt diskutierten hier in entspannter Runde beim Bier – und löcherten die Erfinder des neuen Portals „Hey Dresden“ mit ihren Fragen.

„Hey Dresden“ ist ein Projekt der Agentur Markenzoo eG, die das Ganze im Juni dieses Jahres, nach eigenen Aussagen zunächst auf Selbstausbeutungsbasis, startete. Ziel sei es, die Bloggerszene der Stadt in einem regionalen Portal zu bündeln, frei nach dem Vorbild von jetzt.de, dem Jungen Onlinemagazin der Süddeutschen Zeitung. Angefangen hat es in Dresden mit Beiträgen aus einer Handvoll Blogs: Zu den Urgesteinen von „Hey Dresden“ gehören Jan Frintert (Neustadtgeflüster), Matthias Neidhardt (Sachsen erkunden) und Heiko Weckbrodt (Oiger), nach und nach sollen nun weitere hinzukommen. Denn das Portal lebe von der Vielfalt, sagen die Gründer.

Finanziert über Werbung und bezahlte PR-Beiträge, aber ganz ohne Banner wollen die Väter des Portals mit „Hey Dresden“ ein reines Unterhaltungsmagazin für die Stadt etablieren. Harte News wird man hier selten finden, lieber wählen sie langlebige Magazintexte aus. Die Blogger geben ihre Beiträge gegen ein (sehr) geringes Entgelt und gegen Verlinkung der eigenen Seite in Vollversion an „Hey Dresden“ weiter, dublicate content bei Google werde mit dem Canonical Tag vermieden. „Den Trust, den wir mit dem Portal bei Google aufbauen, geben wir wiederum an die Blogger weiter. Die Blogs sollen nicht leiden“, sagte Marcus Franke von „Hey Dresden“. Die Blogger hätten beim Posten immer den zeitlichen Vorsprung. Inwiefern sich die Reichweite von Blogs, die dem Portal ihre Artikel zur Verfügung stellen, erhöht, dazu haben die Jungs bislang aber noch keine aussagekräftigen Zahlen parat.

So lobenswert das Pilotprojekt für die Bloggerszene auch sein mag, eine Auswahl der Beiträge nach journalistischen Grundregeln kann durch eine Onlineagentur sicher nicht – allenfalls unzureichend – erfolgen. Die Portal-Gründer setzten in erster Linie auf eine möglichst bunte Mischung, langlebige „Schönwetter-Themen“ und wollen thematische Dopplungen auf der Seite natürlich vermeiden. Der inhaltliche Fokus liegt auf Dresden und auf privaten Blogprojekten, Unternehmensblogs sind nicht erwünscht. Die eigentliche Arbeit am Portal erfolge nach wie vor in Feierabendarbeit. „Wir ziehen für uns da keinen Cent raus, alles Geld, das wir verdienen, stecken wir wieder in das Portal“, sagen die „Hey Dresden“-Chefs.

Foto & Text: Nicole Czerwinka

4. DJV-Bloggerstammtisch in Dresden

13. Oktober 2015

DJV-Blogger

Der Start von „Hey Dresden“ war unter den Dresdner Bloggern umstritten. Obwohl das Portal doch eigentlich genau das tut, was oft als eine mögliche Zukunft des Onlinejournalismus gehandelt wird: Lokale Blogangebote bündeln, um den Leser aus einer Hand mit Infos aus verschiedenen Kanälen zu füttern. Doch was haben die Blogger davon? Wie journalistisch werden die einzelnen Beiträge auf dem Portal ausgewählt und taugt das Konzept auch als Geschäftsmodell?

All das sind Fragen, die wir beim nächsten Bloggerstammtisch in Dresden stellen und beantworten wollen. Zu Gast sind die Köpfe hinter „Hey Dresden“ von der Agentur Markenzoo. Sie werden ihr Konzept vorstellen, mit Bloggern aus der Stadt ins Gespräch kommen – und hoffentlich auch selbst ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern. Der Stammtisch findet am 29. Oktober, 19 Uhr im Café B’Liebig auf der Liebigstraße 24 in der Dresdner Südvorstadt statt. Die Teilnehmerzahl ist dieses Mal auf 20 begrenzt, anmelden könnt ihr euch hier: NC@djv-sachsen.de

Hashtag: #bloggerdd


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