Posts Tagged ‘Freie’

ARD-Freienkongress Ende April in Berlin

6. April 2016

Die Interessenvertretungen der freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der ARD planen für den 22. und 23. April 2016 im rbb Berlin den ersten bundesweiten ARD-Freienkongress.

Der zweitägige Veranstaltung soll der Auftakt zu einem künftig jährlich stattfindenden Treffen sein, das die Interessen der freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im öffentlich-rechtlichen Rundfunk in den Mittelpunkt stellt. Veranstalter sind die Interessenvertretungen für Freie der ARD-Anstalten und des Deutschlandradios in Zusammenarbeit mit dem DJV und ver.di und. Ziel ist, das die Freien miteinander ins Gespräch kommen. Der Kongress soll aber auch die Möglichkeit schaffen mit den Führungskräften der Sender, Medienpolitikerinnen und -politikern, Personal- und Rundfunkräten Kontakte aufzubauen.
In Podiumsdiskussionen, Workshops und verschiedenen Informationsveranstaltungen sollen wichtige Aspekte der ganz speziellen Situation der Freien im öffentlich-rechtlichen Rundfunk beleuchtet werden. Daneben gibt es Service- und Beratungsangebote, z.B. zur Altersvorsorge, zu Urheberrechts- oder Versicherungsfragen.

Programm Freienkongress  |  Anmeldeformular

DNN: Aus den Redaktionsstuben an den Newsdesk

23. April 2013

DNN_Prager_Strasse__hprfoto__k02Nach mehr als einem Monat am neuen Redaktionssitz scheint bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (DNN) alles in Butter zu sein. Diesen Eindruck bekamen zumindest die Mitglieder des Presseclubs Dresden vermittelt, die am 22. April 2013 der Einladung von Chefredakteur Dirk Birgel gefolgt waren. Mitte März dieses Jahres waren Redaktion und Verlag der Dresdner Neuesten Nachrichten vom traditionsreichen früheren Unions-Haus in der Hauptstraße (DD-Neustadt) innerhalb eines Tages ohne Interims-Lösung ins Thalia-Haus mitten im Stadtzentrum an der Prager Straße gezogen: Rathausblick gratis! Wenn in Dresden etwas Großstädtisches pulsiert, dann wohl hier! (Umzug in den DNN) (more…)

Fragestunden zum Urheberrecht

11. April 2013

Pöppelmann und Jindra bei Horns Erben [hprfoto]Fast drei Stunden lang stand am Mittwochabend Benno H. Pöppelmann (auf dem Foto links mit  Steffen Jindra) in der Leipziger Szene-Kneipe Horns Erben den Mitgliedern der IG Freie Fernsehschaffende Rede und Antwort. Der DJV-Justiziar verhandelt bundesweit Tarifverträge mit den ARD-Anstalten und ist vor allem auf den Gebieten Urheberrecht und Vergütung einer der Experten in der Journalistengewerkschaft.

Die Informationsveranstaltung war vor allem für Freie bestimmt, die hauptsächlich für den Mitteldeutschen Rundfunk arbeiten. Eines der wichtigsten Themen: Die Namensnennung. Die Anwesenden beklagten, dass der MDR (beziehungsweise einige Redaktionen) nur wenig Verständnis für die Einblendung der Autorennamen zeigten. Pöppelmann machte deutlich, dass jeder Autor (auch im Sinne des Fernsehproduzenten) dieses Recht habe und redaktionsinterne Festlegungen dies nicht beschneiden dürften. Entscheidend sei immer, was rundfunküblich ist. Daran müssten sich auch die Verantwortlichen beim MDR halten. Im Übrigen sei dies auch durch Tarifverträge fixiert. Diese gelten bezüglich des Urheberrechts auch für Freie, die nicht unter den 12a-Tarifvertrag fallen. Ein zweiter wichtiger Themenkomplex war die Vergütung und hier ganz speziell bei der Zweitverwertung, unabhängig von der Bewertung der Aufträge als Einmal- oder Wiederholungsbeiträge. Denn auch Einmalbeiträge sind von Zweitverwertung nicht ausgeschlossen. Es lohne sich, die Einzelverträge sowie die Tarifverträge genau zu lesen, nachzufragen und sich gegebenenfalls beim DJV beraten zu lassen – natürlich als Mitglied;-).

Urheberrechtsgesetz

Dialog-Auftakt mit DNN-Chefredakteur

14. Februar 2013

DNN-CR Dirk Birgel beim 1. Dresdner Dialog im Max [hprfoto]Erster Gast des Dresdner Dialogs war am heutigen Abend der Chefredakteur der DNN Dirk Birgel. Moderiert vom Initiator der neuen DJV-Verantsaltungsreihe in der Landeshauptstadt Lars Radau gab es viele interessante Themen. Im Mittelpunkt standen Dresdner Themen und natürlich die Dresdner Neuesten Nachrichten selbst. Mit einer Auflage von rund 25.000 hat das Blatt nicht nur Gewicht, sondern trotz des LVZ-Tochter-Charakters auch ein starkes eigenes Profil, teilweise von bis zu 80 Prozent durch der Arbeit freier Journalisten und Autoren bestimmt. Verständlich, dass daher auch die gerade erst gekürzten Honorare und das Thema Qualitätsjournalismus diskutiert wurden. Birgel blieb fast keine Antwort schuldig und verkündete auch das Datum des letzten Arbeitstages der Redaktion in den alten Redaktionsräumen. Am 15. März 2012 schließen die DNN das traditionreiche Kapitel Hauptstraße. Schon die Ausgabe am 18.3. wird in neuen Redaktionsräumen an der Prager Straße im „Thalia-Haus“ entstehen. (mehr) (Fotos vom Abend)

dapd: Vorschuss für Freie

19. Oktober 2012

Die insolvente Nachrichtenagentur dapd kommt ihren freien Mitarbeitern entgegen und zahlt ihnen Vorschüsse auf künftige Arbeiten, wenn sie wegen großer Außenstände in wirtschaftlicher Bedrängnis sind. Insolvenzverwalter Wolf von der Fecht bemüht sich derweil darum, nach neuen Investoren für die dapd-Unternehmen zu suchen. 
…mehr dazu im Newsletter des DJV

leMoMo am 29.10.2012: Die Agenturen…..

19. Oktober 2012
Stephanie Höppner vom Evangelischen Pressedienst epd, Korrespondentenbüro Leipzig, ist am Montag, dem 29. Oktober 2012 Gast unseres DJV-Stammtischs LeMoMo. Beim lockeren Gepräch geht es u.a. um folgende Fragen: Befindet sich der Agenturmarkt im Umbruch? Können sich Nachrichtenagenturen im Internetzeitalter überhaupt noch behaupten – und wenn ja, wie? Und natürlich sind auch die aktuellen Entwicklungen bei dapd Thema.
 
29.10.2012, 20 Uhr gehts los, wieder im Restaurant „Telegraph“ am Dietrichring.
 

Interessenten für dapd?

13. Oktober 2012

Für die insolvente Nachrichtenagentur dapd gibt es offensichtlich erste Kaufinteressenten.
mehr  Newsroom 

15.10.2012: N24 an dapd interessiert

dapd-Insolvenz: Infoveranstaltung in Berlin

12. Oktober 2012

Rund 50 Mitarbeiter und Freiberufler waren am 10. Oktober 2012 der Einladung des DJV zu einer Informationsveranstaltung zur dapd-Insolvenz gefolgt. Eine ausführliche Auswertung der Veranstaltung ist den Mitgliedern des DJV Sachsen per Email zugegangen.

Für die festen Mitarbeiter und Scheinselbständige kann Insolvenzgeld gezahlt werden, wenn eine Fortführung des Betriebes möglich erscheint. Das Insolvenzgeld umfasst auch Auslagen beispielsweise bei Dienstreisen. Das Insolvenzgeld muss mindesten zwei Monate nach Eröffnung der Insolvenz beantragtworden sein. Insolvenzgeld ist in der Höhe auf ein brutto von 4800 Euro  (Beitragsbemessungsgrenze Rentenversicherung Ost) begrenzt. Daraus resultiert der zu erwartende monatliche Nettobetrag für die Festangestellten. Hier daher nur einige Kurzinformation:

Für die freien Mitarbeiter des dapd gilt: Die aktuell verteilte Deckungszusage ist rechtlich wertlos. Den Freien ist daher zu raten, umgehend Rechnungen zu schreiben (Zahlungsziel sieben Tage) und ggf. zu mahnen. Die Zusammenarbeit sollte beendet werden, wenn der das Honorar nicht vor Ablauf von drei Wochen auf dem Konto eingegangen ist. Auftragsformulare sollten mit dem Hinweis auf das Zahlungsziel von sieben Tagen an dapd zurückgesandt werden.

Für Betroffene (feste und freie Mitarbeiter) der dapd-Insolvenz hat der DJV eine Info-Seite geschaltet. Persönliche Beratungen für Mitglieder des DJV Sachsen sind in der Geschäftsstelle in Dresden möglich (0351 252 74 64 bzw. per Email info@djv-sachsen.de  Jeweils Montags steht ganztägig unser Rechtsanwalt Carsten Lommatzsch (CL@djv-sachsen.de) für Beratungen zur Verfügung.

dapd-Insolvenz: Infoveranstaltung in Berlin

11. Oktober 2012

Der DJV hatte am Abend des 10. Oktober 2012 seine Mitglieder in Berlin zu einer Informationsveranstaltung zur dapd-Insolvenz eingeladen. (Informationen dazu demnächst hier)

Für Betroffene (feste und freie Mitarbeiter) der dapd-Insolvenz hat der DJV eine Info-Seite geschaltet. Persönliche Beratungen für Mitglieder des DJV Sachsen sind in der Geschäftsstelle in Dresden möglich (0351 252 74 64 bzw. per Email info@djv-sachsen.de  Am Montag steht ganztägig unser Rechtsanwalt Carsten Lommatzsch (CL@djv-sachsen.de) für Beratungen zur Verfügung.

Deckungszusagen und Vorkasse nach dapd-Insolvenz

8. Oktober 2012

Von Seiten der dapd-nachrichtenagentur GmbH gibt es Post. Der neue Geschäftsführer erteilt einzelnen Freien für einzeln bezeichnete, zukünftige Aufträge „Deckungszusagen“.  

Was das konkret bedeutet? Wer jetzt liefert, hat insolvenzrechtlich möglicherweise einen Schadensersatzanspruch gegen den Insolvenzverwalter, wenn das Geld am Ende doch nicht fließt. Also unter Umständen mehr als die übrigen „alten“ Forderungsgläubiger, die vermutlich eher nur Prozente von ihren Forderungen erhalten werden. 

Freie, die auf Grund der Insolvenz wirtschaftlich ohnehin am Boden liegen, müssen natürlich prüfen, ob sie so viel Vertrauen noch aufbringen wollen. Wer es sich leisten kann oder Alternativen hat, sollte unter Umständen antworten, dass nur noch geliefert wird, wenn das Geld innerhalb von maximal zehn Tagen eingeht. 

Nach anderen Aussagen gegenüber dem DJV wird seitens dapd gegenüber Freien per Vorkasse gearbeitet. Selbstverständlich wäre das für Freie die optimale Lösung und sollte daher – gerade bei aufwändigeren Projekten wie etwa Berichterstattung über Sporttermine im Ausland – in voller Höhe beansprucht werden. 

Der DJV vertritt die Anliegen seiner frei tätigen Kollegen in dieser Sache. Auf den DJV-Internetseiten ist für Mitglieder im Intranet der Zugang zur Mailingliste dapd eingerichtet. Weitere Informationen: www.djv.de

Beratungen und Auskünfte erteilt die Geschäftsstelle des DJV Sachsen

dapd-Insolvenz: Hinweise für Betroffene

4. Oktober 2012

Der DJV hat am Donnerstag (4.10.2012) den Risikokurs der Investoren der dapd-Nachrichtenagentur kritisiert.  Die Agentur hatte am Dienstag Insolvenz angemeldet. (Pressemitteilung)

Für Betroffene (feste und freie Mitarbeiter) der dapd-Insolvenz hat der DJV eine Info-Seite geschaltet. Persönliche Beratungen für Mitglieder des DJV Sachsen sind in der Geschäftsstelle in Dresden möglich (0351 252 74 64 bzw. per Email info@djv-sachsen.de  Am Montag steht ganztägig unser Rechtsanwalt Carsten Lommatzsch (CL@djv-sachsen.de) für Beratungen zur Verfügung, Beratungen vor Ort sind am Dienstag, dem 9. Oktober, auch in Leipzig möglich (Terminvereinbarungen: 0177 252 74 64).

Sächsischer Fotopreis ausgelobt

28. Juni 2012

Die Mauritius-Brauerei Zwickau und der DJV Sachsen loben in diesem Jahr erstmals den Sächsischen Fotopreis aus. Unter dem Motto „Sachsen erleben“ können sächsische Fotojournalistinnen und -journalisten bis zum 31. Juli 2012 10. August 2012 ihre Arbeiten einreichen. Initiiert wurde der Preis von der Zwickauer Regionalgruppe des DJV. Reiner Thümmler hat den Kontakt zur Brauerei hergestellt, die sich für die gemeinsame Ausschreibung sofort interessiert zeigte. Bei der Mitgliederversammlung des Landesverbandes, die im Mai ebenfalls in der Mauritius Brauerei stattfand, lud Geschäftsführer Rainer Otto dann zur gemeinsamen Ausschreibung ein. Jeder Teilnehmer kann maximal fünf Einzelarbeiten einreichen. Eine fünfköpfige Jury unter Leitung der Mittweidaer Professorin Tamara Huhle wählt einen Hauptpreis und zwei weitere Preise aus, die mit 500 Euro beziehungsweise zweimal 250 Euro dotiert sind. Anlässlich des Mauritius-Brauereifestes am 7. und 8. September 2012 werden ausgewählte Fotos in einer kleinen Ausstellung gezeigt.

Ausschreibung

BGH-Urteil fürgegen Freie Journalisten

1. Juni 2012

Freie Journalisten sind nach einem Urteil (Az. BGH I ZR 73/10) des Bundesgerichtshofs (BGH) auch zukünftig nicht davor geschützt, alle ihre Rechte beim Verlag abliefern zu müssen. Umfassende Rechtseinräumungen sind der Entscheidungsfreiheit der Vertragsparteien unterworfen und unterliegen daher nicht der gerichtlichen Kontrolle von Allgemeinen Geschäftsbedingungen im Wege der Verbandsklage, meint der BGH.

DJV, Freelens und ver.di hatten vor fünf Jahren den Springer-Konzern aufgefordert, seine Honorarbedingungen für Freie zu überarbeiten. Die Journalistenorganisationen bedauern diese Entscheidung. DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken in einer Presseinformation: „Nachdem sich die Reform des Urhebervertragsrechts in einem derart wichtigen Punkt als zahnloser Tiger erwiesen hat, ist nun der Gesetzgeber gefordert, die Augenhöhe der Vertragsparteien endlich herzustellen.“

Der BGH hat über die Entscheidung des Berufungsgerichts hinaus allerdings die pauschalen Vergütungsregelungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Axel-Springer-Verlags wegen Verstoßes gegen das Transparenzgebot für unwirksam erklärt. Es sei davon auszugehen, dass sich solche pauschalen Vergütungen häufig nicht als angemessen erweisen und daher im Einzelfall korrigiert werden müssten. Die Konditionen sahen unter anderem vor, dass in jedem Honorar ein angemessener Anteil für die Einräumung der Nutzungsrechte und -befugnisse enthalten seien. Zumindest diese Entscheidung stärkt die Verhandlungsmacht der Freien, wenn auch bei weitem nicht so, dass Urheber davon in Vertragsverhandlungen uneingeschränkt profitieren könnten, meinen die Vertreter der Journalistenorganisationen. Sie kündigten an, nun gemeinsam beim Gesetzgeber auf Reformen des Urhebervertragsrechts zu drängen.

DJV-Presseinfo/MH

Auch Onliner können in die KSK

23. August 2011

Auch für Online-Journalisten, die sich und ihr Internetangebot mit Werbung finanzieren, besteht Versicherungspflicht nach dem Künstlersozialver­sicherungsgesetz. So eine Entscheidung, die das Bundessozialgericht in Kassel bereits im Juli getroffen hat. Ein Online-Journalist, der im Internet einen Fachinformationesdienst betreibt, hatte gegen eine Ablehnung bei der KSK geklagt. Der 3. Senat des Bundessozialgerichts hat der Revision des Klägers statt­gegeben, die vorinstanzlichen Urteile geändert und die Versicherungspflicht des Klägers nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz festgestellt.
Presseinformation

Erfolg für Freie: Gericht kippt Springer-AGB

26. März 2010

26. Mär. 2010 – Das Kammergericht Berlin hat am heutigen Freitag der Axel Springer AG im Wege der einstweiligen Verfügung und zugleich durch ein Hauptsacheurteil untersagt, wichtige Passagen ihrer AGB für die freien Journalistinnen und Journalisten des Verlags zu nutzen (Az. 5 U 90/07).

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Vergütungsregeln für Freie – ohne Sachsen?

2. Februar 2010

Nach sechs Jahren Verhandlungen haben DJV, ver.di und am 29. Januar auch der BDZV den neuen Vergütungsregeln für hauptberuflich Freie an Tagezeitungen (nicht zu verwechseln mit den arbeitnehmerähnlichen Freien) zugestimmt.

Zugleich wurde jedoch mitgeteilt, dass der Verband der Sächsischen Zeitungsverleger, der zuletzt noch in den Schlussfassungen der Vertragstexte genannt wurde, in dieser Frage vom BDZV nicht vertreten wird. Auf Nachfrage bei der Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft wurde bestätigt, dass diese dem BDZV das Verhandlungsmandat für die Vergütungsregeln entzogen hat und an ihren derzeitigen Honorarregelungen für Freie nichts ändern will.

Juristisch dürfte der Abschluss auch die Situation freier Journalisten an Tageszeitungen in Sachsen stärken, da im Streitfall die Vereinbarung zwischen DJV, ver.di und BDZV ein klares Signal darstellt, was  in der Frage der Texthonorare als angemessen zu betrachten ist. Wie sich die neuen Vergütungsregeln und das Ausscheren der sächsischen Verleger praktisch auswirken, muss sich zeigen.

hg

40 Fragen und Antworten zu den neuen Vergütungsregeln


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