Archive for the ‘Tageszeitungen’ Category

Fünf Sachsen in den Fachausschüssen

26. Juni 2017

Bei der gestrigen Bundesgesamtsvorstandsstands (25.06.2017) in Hannover sind fünf Mitglieder des DJV Sachsen in die neuen Bundesfachausschüsse gewählt worden. Die Wahl war aufgrund der Neuregelung der Fachausschussarbeit im DJV nötig. Der Bundesverbandstag 2016 hatte beschlossen, dass die Bundesfachausschüsse nicht mehr wie bisher aus Vertretern aller Landesverbände bestehen sondern mit begrenzter Zahl vom Gesamtvorstand gewählt werden.

Gewählt wurden Holger Grigutsch (Tageszeitungen/Betriebsratsarbeit), Jürgen Schmidt (Rundfunk), Anja Mutschler (Presse-/Öffentlichkeitsarbeit), Jana Mundus (Junge/Zukunft) und Reiner Thümmler (Zeitschriften). Katalyn Vales wurde vom Bundesvorstand in die Kommission Chancengleichheit berufen.

Die Besetzungen wurden heute dem Gesamtvorstand mitgeteilt. Alle Gewählten sind Fachausschussverantwortliche im DJV Sachsen und gehören hier dem Landesgesamtvorstand an.

Foto [hprfoto]

Sportlicher LeMoMo am 27. März

23. März 2017

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

Sport – speziell Fußball – ist sein Markenzeichen: Guido Schäfer ist Gast unseres nächsten LeMoMo*.  Mit dem Sportjournalisten und Chefreporter der Leipziger Volkszeitung reden wir über seinen Draht zum neuen Erstligisten RB Leipzig, seine Leidenschaft für Sport- und Boulevardjournalismus und seine Zeit als Profifußballer. Und über einiges mehr! J

Seid dabei am Montag, dem 27. März, ab 20 Uhr im Café Grundmann (Séparée), August-Bebel-Straße 2.

Um besser planen zu können, schickt bitte eine kurze Mail an info@djv-sachsen.de

Wir freuen uns auf euch und auf einen spannenden Abend,

Ine Dippmann und Regina Raedler

*LeMoMo – der Journalistentreff des DJV Sachsen in Leipzig, (fast) immer am letzten Montag im Monat.

 

Vielfalt in die Medien!

19. März 2017

„Jede*r fünfte Einwohner*in in Deutschland hat einen Migrationshintergrund, in den Redaktionsräumen dagegen nur jeder fünfzigste. Nachwuchskräfte aus Einwandererfamilien sind in den Ausbildungsgängen deutscher Medien nach wie vor unterrepräsentiert. In der Berichterstattung fehlt es an Perspektiven von Migrant*innen und an einer Darstellung gesellschaftlicher Vielfalt, die nicht von Stereotypen gekennzeichnet ist. Journalist*innen mit Migrationshintergrund werden aufgrund ihrer Kernkompetenz im Thema Migration häufig nur auf dieses Themengebiet in ihrer Arbeit reduziert.“ so die Neuen Deutschen Medienmacher.

Der DJV Sachsen will, gemeinsam mit Engagement Global und dem ECPMF (Europäisches Zentrum für Presse- und Medienfreiheit), Journalist*innen und Redaktionen in Mitteldeutschland dabei unterstützen, dies zu ändern, eine vielfältigere Berichterstattung zu ermöglichen.

Deshalb laden wir Sie ein, sich mit Kolleg*innen mit unterschiedlichen kulturellen und sprachlichen Kompetenzen und Wurzeln, auszutauschen, Wege für mehr Vielfalt in den Medien zu finden: vor und hinter den Kameras und Mikrophonen, an Redaktionstischen und in den Planungsstäben, Führungsetagen sowie Aufsichtsgremien.

Lassen Sie uns miteinander reden, Ideen entwickeln und über deren Umsetzung sprechen – wie beispielsweise über journalistische Tandempartnerschaften.

Kommen Sie zum Vernetzungstreffen „Vielfalt in den Medien“ mit Journalists in Exile – einer Kooperationsveranstaltung des DJV Sachsen mit Engagement Global und dem ECPMF:

  • Dienstag, den 21.03.2017
  • von 18 – 20 Uhr
  • in der Außenstelle der Engagement Global in Leipzig (Markt 10, 1.OG)

 

Wir freuen uns auf Sie! Anmeldungen bitte an: sabine.witt@engagement-global.de

…und die Fachausschüsse bleiben!

10. März 2017

Strukturdebatte steht seit rund drei Jahren auf der Tagesordnung aller Gremien des DJV. Beim Bundesverbandstag im November 2016 gab es dazu einen Antrag, der am Ende der Plenartagung verabschiedet wurde, sich gegenwärtig aber noch in einer juristischen Prüfung befindet. Der Bundesgesamtvorstand hat sich in seiner Februar-Sitzung nochmals mit dem Beschluss beschäftigt und eine erneute Abstimmung herbeigeführt. Der Neustrukturierung stimmte die Mehrheit der Landesverbände zu. Es gab eine Gegenstimme und vier Enthaltungen.

Auch die Landesverbände sind von der Neuregelung betroffen. Denn die Bundesfachausschüsse werden nun nicht, wie bisher, von Vertretern aus allen Landesverbänden gebildet, sondern nur noch von wenigen DJV-Mitgliedern, die im Bundesgesamtvorstand gewählt, beziehungsweise bestätigt werden. Zwei Fachausschüsse werden in Kommissionen fortgeführt.

Die Landesverbände gehen mit der Entscheidung unterschiedlich um. In anderen Landesverbänden wurde schon vor einiger Zeit umsortiert oder zusammengelegt. Im Nachbarverband Thüringen sieht man offensichtlich als eine Konsequenz die Abschaffung des Gesamtvorstandes alter Prägung, also ohne die „klassischen“ Fachausschüsse. Der Gesamtvorstand gilt im DJV satzungsgemäß als das höchste Gremium zwischen den Mitgliederversammlungen, Gewerkschafts- bzw. Verbandstagen. In die Gesamtvorstände sind neben den eigentlichen Vorständen (Landesvorstand oder Bundesvorstand) auch die jeweiligen Vertreter der Fachausschüsse und Regionalgruppen eingeschlossen.

Auch im DJV Sachsen hat sich der Gesamtvorstand mit den Neuregelungen beschäftigt. Veränderungen innerhalb des Landesverbandes wird es bei der Fachgruppenarbeit allerdings nicht geben. Wer zukünftig auf Bundesebene in den Fachausschüssen den DJV Sachsen vertreten wird, wurde auf der Gesamtvorstandssitzung am 4. März 2017 diskutiert. Da der weitere Ablauf der Neustrukturierung auf Bundesebene noch unklar ist, fordert der DJV Sachsen einen Zeitplan und klare Aufgabenstellungen für die Bundesfachausschüsse und Kommissionen, um dann die Vertreter vorschlagen zu können. Die derzeitigen Fachausschussvertreter stehen dafür zur Verfügung.(kmh)

 

leMoMo: Die Seite wechseln?

24. Februar 2017

…schon mal darüber nachgedacht, die Seite zu wechseln? Vom Fragenden zum Antwortenden zu werden, vom Journalisten zum Pressesprecher? Erst in dieser Woche hat das Medienmagazin „Zapp“ über einige Herausforderungen berichtet, die damit verbunden sind. (https://tinyurl.com/j6f5xmk) 

Der Gast unseres nächsten leMoMo-Treffs* hat diesen Wechsel vor einem Jahr vollzogen: Christian Fischer, vormals Chefkorrespondent Politik der BILD Ostdeutschland, jetzt Pressesprecher der CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag. 

Was ihn bewogen hat zu wechseln, wie das Geschäft mit der Information von der anderen Seite des Schreibtischs aus aussieht und welche Herausforderungen die Zusammenarbeit zwischen Pressesprechern und Journalisten mit sich bringt, darüber werden wir am kommenden Montag reden,  

am 27. Februar 2017, ab 20 Uhr, im Radiozentrum Leipzig, Thomasgasse 2. Einlass ab 19:30 Uhr, bitte bei „Radiozentrum Leipzig“ klingeln, 4. Etage, Konferenzraum Sachsen.

Um besser planen zu können, schickt bitte eine kurze Mail an info@djv-sachsen.de.

Wir freuen uns auf einen spannenden Abend,

Ine Dippmann und Regina Raedler

*leMoMo – der Journalistentreff des DJV Sachsen in Leipzig, (fast) immer am letzten Montag im Monat

Differenzierte Berichterstattung wünschenswert

10. Januar 2017

DJV-Vorsitzende Ine Dippmann bei Vortrags- und
Diskussionsabend in Bautzen

Dass die Frage, warum das Vertrauen in die Medien erschüttert ist, auch in Bautzen viele Menschen bewegt, zeigte sich in der großen Resonanz, welche die Vorlesung im Rahmen der „Bautzener Akademie“ am Montag hervorrief. Der Hörsaal in der Berufsakademie war brechend voll, als sich die sächsische Landesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes Ine Dippmann zu diesem Thema äußerte.

ine-und-medienZunächst einmal stellte sie fest, dass es „die“ Medien nicht gibt, denn das Spektrum sei sehr breit und spreche Menschen mit einer Gesinnung von ganz rechts bis ganz links an. Laut Umfragen sei das Vertrauen in unterschiedlich geartete Medien auch unterschiedlich groß.  So sei die Glaubwürdigkeit beispielsweise der Bildzeitung, aber auch der sozialen Medien ziemlich gering, während Lokalzeitungen immer noch einen recht großen Vertrauensvorschuss genießen.

Gründe dafür, dass laut den Umfragen 53 % der Befragten kein oder wenig Vertrauen in die Medien haben, sieht Ine Dippmann unter anderem darin, dass die Arbeit der sogenannten „Qualitätsmedien“ auf ein Bildungsbürgertum zugeschnitten scheint. Eher bildungsferne Schichten setzten dagegen auf die einfachen Erklärungsmuster der Populisten. Viele Nutzer der sozialen Medien ziehen sich auf isolierte Kommunikationsinseln im Internet zurück. Leider gebe es dann auch so gut wie keinen Austausch zwischen diesen Kommunikationsinseln.

In den Redaktionen der Zeitungen und Rundfunkanstalten herrsche dagegen ein breites Meinungsspektrum, weshalb die Berichterstattung in diesen Medien auch ausgewogener sein kann. Allerdings räumte Ine Dippmann auch ein, dass der Eindruck, dass einem Journalisten ihre Meinung aufdrücken wollen, durchaus entstehen kann. Die Bautzener konnten ihre eigenen leidvollen Erfahrungen damit machen, wenn einem ganzen Ort ein bestimmter Stempel aufgedrückt wird. Ine Dippmann ist auch klar, dass sich Aufreger besser verkaufen. „Damit müssen wir lernen, umzugehen“, sagte sie. Ihr sei auch klar, dass einmal verspieltes Vertrauen nur sehr schwer zurückzugewinnen sei. Sie wies Vermutungen zurück, dass die Journalisten von der Regierung „gesteuert“ würden.

Auf die Frage, was die Medien tun können, um Vertrauen zurückzugewinnen, hatte Ine Dippmann einen ganzen Vorschlags-Katalog parat. Unter anderem müssten sich Journalisten wieder auf ihre Grundwerte besinnen. Sie müssten objektiv berichten und klar zwischen Bericht und Meinung trennen. Sie müssten mehr auf ihr Publikum zugehen und den Dialog suchen sowie entsprechende Formate finden, die diesen Dialog befördern. Journaliste sollten zugeben, dass sie nicht alles besser wissen, ihre Arbeitsweise und auch ihre Grenzen offenlegen. Sie sollten zur Haltung der Aufklärung zurückfinden. Ihre eigene politische Haltung habe in ihren Berichten nichts zu suchen. Die Medien sollten nicht die Meinung bestimmen, sondern an der Meinungsbildung mitwirken.

ine-noch-fragenWenn es nach den Zuhörern gegangen wäre, hätte man im Anschluss an Ine Dippmanns Vortrag noch stundenlang weiterdiskutieren können. So gab es zum Beispiel viel Beifall für die Äußerung eines Teilnehmers, dass die Bewertung von Präsident Putin in den hiesigen Medien zu einseitig sei. Ine Dippmann stimmte zu, dass eine differenziertere Berichterstattung wünschenswert sei. Das betrifft auch den Syrien-Konflikt, wobei sie einschätzte, dass die Lage dort einfach zu unübersichtlich sei und der Informationsfluss spärlich.

Carmen Schumann
Fotos: Rolf Dvoracek

Mazowiecki-Preis wartet auf Bewerber

19. Dezember 2016

Einsendeschluss für den deutsch-polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis ist am 10. Januar

dpjp grenzkaro (1)Nur noch wenige Tage Zeit bleibt Journalisten und Medien, die sich am 20. Wettbewerb um den Deutsch-Polnischen Journalistenpreis 2017 beteiligen wollen.
Einsendeschluss ist der 10. Januar (Es zählt das Datum des Poststempels). Die Teilnahmebedingungen gibt’s unter www.medientage.org.

Der Polen-Koordinator der deutschen Bundesregierung, Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, ruft die Journalisten beider Länder zur Teilnahme am Wettbewerb auf: „Deutsche sollten mehr über Polen wissen und Polen mehr über Deutsche. Medien transportieren dieses Wissen durch objektive und kritische, manchmal auch emotionale Berichterstattung. Nur wer um das tägliche Leben, die Wünsche und Hoffnungen, aber auch um die Geschichte des jeweils anderen weiß,  kann Vertrauen und Verständnis aufbauen. Auf diesem Weg ist in den vergangenen Jahren ungemein viel erreicht worden. Auch dank des Einfallsreichtums und des Engagements vieler Journalistinnen und Journalisten. Ich wünsche dem Jubiläums-Wettbewerb um den 20. Deutsch-Polnischen Journalistenpreis viele Einsendungen. Machen Sie mit!“

Der Preis wird in den Kategorien Print, Hörfunk und Fernsehen vergeben und ist jeweils mit 5.000 Euro dotiert, gestiftet von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, der Robert Bosch Stiftung, sowie sechs Partnerregionen – den deutschen Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und dem Freistaat Sachsen sowie den polnischen Woiwodschaften Lebuser Land (Lubuskie), Westpommern (Zachodniopomorskie) und Niederschlesien (Dolny Śląsk).

Der in gleicher Höhe von der Woiwodschaft Lebuser Land ausgelobte Sonderpreis „Journalismus in der Grenzregion“ wird von der Jury für einen Beitrag vergeben, der das Zusammenwachsen und die Veränderungen im Alltag in der Grenzregion dokumentiert und in einem Medium (Print, Hörfunk, Fernsehen), dessen Redaktion ihren Hauptsitz in einer der sechs Partnerregionen hat und von einem in den sechs Partnerregionen ansässigen Journalisten / Journalistin verfasst wurde. Die Gewinner werden im Rahmen der 10. Deutsch-Polnischen Medientage gekürt, die am 31. Mai – 1. Juni in der Woiwodschaft Lebuser Land stattfinden werden. Die Medientage stehen im Jahre 2017 unter dem Motto „Neue politische Realität – Folgen für die deutsch-polnischen Beziehungen“.

Teilnahmebedingungen und Wettbewerbsunterlagen sind wie bisher unter http://sdpz.org/aktuelles sowie auf der neuen Internetpräsenz www.medientage.org abrufbar. Dort stehen aktuelle Informationen über den Wettbewerb und die Medientage zur Verfügung. Die Seite ermöglicht, neuen Herausforderungen zu entsprechen sowie die Dynamik beider journalistischer Projekte modern darzustellen. So findet sich auf der Seite ein speziell für das Publikum der Medientage vorbereiteter Journalisten-Guide mit dem Titel „Deutschland und Polen – Unterschiedliche Gesichtspunkte zur Energiepolitik”. Der Guide wurde als Resultat des Workshops der Medientage 2016  „Energiepolitik und Umwelt in Polen und Deutschland – Investitionen in Energietechnik im Grenzgebiet“ im Auftrag der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit durch die Moderatoren Dr. Piotr Ziembicki, Krzysztof Baług und Hermann Schmidtendorf erstellt.

Fragen zu Einsendungen und zu Bedingungen beantworten in Deutschland Heidrun Müller (dpjp@sk.sachsen.de) und in Polen Magdalena Przedmojska (Tel.: +48 (22) 338 62 73)

Presseversorgung weiterhin attraktiv

6. Dezember 2016

pvwneu0Die Vertreterversammlung der Versicherten des Versorgungswerks der Presse hat am Montag (5.12.2016) über die Gewinnbeteiligung für das kommende Jahr entschieden.

Die Presseversorgung bleibt weiterhin eine attraktive Altersversorgung, auch wenn die Verzinsung wiederum reduziert werden musste. Bei den klassischen Produkten, die auch die obligatorischen Versicherungen für Redakteure im Printbereich umfassen, bietet die Presse-Versorgung mit einer Gesamtverzinsung von 3,7 % im Jahr 2017 sehr gute Leistungen.

Mit einer Gesamtverzinsung von 4,0 % bietet die Presse-Versorgung darüber hinaus in der Produktvariante Perspektive ihren Kunden auch 2017 eine weit überdurchschnittliche Gewinnbeteiligung. Die 4,0 % setzen sich zusammen aus einer laufenden Verzinsung von 3,1 % sowie einer Schlusszahlung von 0,9 %.

Kalender: Sone und sone

28. November 2015

Es gibt Kalender, die geheimnisvolles verbergen und solche, die ihre Informationen permanent preisgeben und zum Planen einladen… Ab 1.12. hängen sie vielleicht für kurze Zeit ganz dicht beieinander: Adventskalender und DJV-Sachsen-Jahresplaner 2016*. Wer letzteren noch nicht hat, der kann ihn bis zum 30. November noch ordern und bekommt ihn garantiert gratis zugeschickt. Drauf ist alles was ein/e sächsische/r Journalist/in wissen muss. Von November bis Januar. Mehr Jahr geht kaum: (Sächsische) Feiertage, wichtige Termine, die Ferien der Kinder …und der P/L-Tag ist jeweils mit „Mo“ gekennzeichnet;-)
*Mitglieder des DJV Sachsen haben ihn immer!

Bestellen: bis 30.11.2015 über info@djv-sachsen.de

Journalismus in der Grenzregion

19. November 2015

dpjp grenzkaro (1)Ein Sonderpreis für „Journalismus in der Grenzregion“ gehört auch 2016 zum Preis-Repertoire des Deutsch-Polnischen Journalistenpreises. Vergeben wird er gemeinsam mit Auszeichnungen in den drei Kategorien Print, Hörfunk und Fernsehen. Die Veröffentlichungen müssen zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2015 gedruckt, gesendet oder im Internet veröffentlicht worden sein. Einsendeschluss ist der 10. Januar 2016.

Der Deutsch-Polnische Journalistenpreis wird von der Robert Bosch Stiftung, der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und sechs Partnerregionen – den Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und dem Freistaat Sachsen sowie den drei Woiwodschaften Westpommern, Lebuser Land und Niederschlesien – gestiftet. dpjp2016Verkündet und geehrt werden alle Preisträger im Rahmen der Deutsch-Polnischen Medientage, die vom 11.-12 . Mai 2016 in Leipzig stattfinden.

Die bewährte professionelle Plattform bietet bereits zum 9. Male Journalisten und Medienexperten aus beiden Ländern die Chance zum gegenseitigen Austausch und zur persönlichen Begegnung. In einem Medienforum werden aktuelle und grundsätzliche Fragen der Berichterstattung im Umfeld der deutsch-polnischen Beziehungen aufgegriffen und mit hoch karätigen Experten in einer offenen Atmosphäre diskutiert und reflektiert. Dadurch wollen die Projektpartner den Dialog der Medienschaffenden zwischen Deutschland und Polen fördern. Die eingereichten Veröffentlichungen sollen dazu beitragen, das Wissen von Deutschen und Polen übereinander zu erweitern, das gegenseitige Verständnis von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft zu verbessern, das Alltagsleben auf beiden Seiten dem jeweiligen Nachbarn näher zu bringen und das Zusammenleben in der Europäischen Union zu fördern.

Ausschreibung Deutsch-Polnischer Journalistenpreis Tadeusz Masowiecki 2016    Polski

Landespressekonferenz kürt Preisträger und spendet fürs DJV-Sozialwerk

8. Juli 2015
Glückliche Preisträger, darunter Tino Moritz (FP, 2.v.l.) und Carola Lauterbach (SZ, 3.v. l.).

Glückliche Preisträger sowie Modera- und Laudatoren, darunter Tino Moritz (Freie Presse, 2.v.l.) und Carola Lauterbach (Sächsische Zeitung, 3.v. l.).

Dresden. Beim Sommerfest der Landespressekonferenz Sachsen trafen sich am Montag vor der parlamentarischen Sommerpause einige Minister, etliche Abgeordnete und viele landespolitisch tätige Journalisten und Lobbyisten, um in der Glasmanufaktor sich sowie diverse Informationen und ein paar Geheimnisse auszutauschen. Höhepunkt war traditionell die Wahl von Schlagzeile, Zitat und Foto des Jahres, wobei einige der Preisträger zur Auszeichung leider fehlten, vor allem Fotografen und zwei von vier Schlagzeilengeneratoren.

Anwesend war der Sieger der Schlagzeile des Jahres: Tino Moritz, Hauptstadtkorrespondent der Freien Presse aus der Stadt an der Chemnitz, gewann mit der Headline „Die Hauptstadt der Erregung“, mit der er die Stimmung zur Dresdner Oberbürgermeisterwahl karikierte.

Der Sieger des Zitates des Jahres war ebenso anwesend und just einen Tag zuvor der Erregteste. Nun ist er der frische Obermeister aller Dresdner Bürger, deren diverse Lokalpossen es immerhin auf zwölf der 30 Nominierungen in den drei Kategorien gab. Dirk Hilbert gewann beim verbalen Ringen ums Zitat des Jahres: „Die Dresdner sind nicht fremdenfeindlich. Sie sind vom Naturell her eher inhäusig.“

Eric Münch schoss das Foto des Jahres,  auf dem Martin Dulig seinem Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich bei den Koalitionsverhandlungen den Weg wies. Wichtigstes Themenfeld waren natürlich die diversen Wahlen der vergangenen Politspielzeit (14 Nominierungen).

Uta Deckow übergibt Ine Dippmann den symbolischen Scheck fürs DJV-Sozialwerk.   Foto: A. Herrmann

LPK-Chefin Uta Deckow (links) übergibt Ine Dippmann den symbolischen Scheck mit 450 Euro fürs DJV-Sozialwerk.
Fotos: A. Herrmann

Fünf Euro jeder Eintrittskarte spendete die LPK an das Sozialwerk des DJV Sachsen. Auf dem symbolischen Check, den LPK-Chefin Uta Deckow (MDR) feierlich an DJV-Chefin Ine Dippmann (MDR) überreichte, stand 450 Euro. Auch in der gläsernen Spendenbox in der Gläsernen Manufaktur fanden sich kurz Schluss noch einem über achtzig Euro. (AH)

 

Presseversorgung macht Sinn!

29. Mai 2015

 

pvw [hprfoto]Alle beim Versorgungswerk der Presse versicherten Mitglieder sowie ggf.  deren Angehörige erhalten in diesen Tagen ihre jährliche Standmitteilung. Obwohl auch die Presseversorgung unter der aktuellen Niedrigzinsphase zu leiden hat, fällt eine Zahl ins Auge: 4,6 Prozent. Das ist die aktuelle Gesamtverzinsung für alle bei der Presseversorgung laufenden Lebensversicherungen. Angesichts der Zinssätze, die Banken, verschiedene Geldanleger aber auch Bundesanleihen zu bieten haben, äußerst beachtlich. Auch im Vergleich mit anderen Lebensversicherungen schneidet die Presseversorgung gut ab. Seit Jahren rangiert die berufsständische Versorgungseinrichtung an der Spitze. Das ist  e i n  Argument für die Presseversorgung. Für die Lebensversicherung insgesamt spricht darüber hinaus, dass sie nach wie vor die beste und sicherste Altersvorsorge ist. Sie sichert auch wirkungsvoll die Angehörigen des Versicherten ab und gibt Sicherheit im Falle der Berufsunfähigkeit. Versicherbar sind beim Versorgungswerk der Presse alle in Medienberufen tätige sowie deren Partner und minderjährige Kinder.

Am 11. und 12. Juni 2015 findet in München die Jahreshauptversammlung der Presse-Versorgung statt. Der DJV Sachsen ist Gesellschafter des Versorgungswerkes.

Faktencheck   Versicherungen im Vergleich

Für Fragen rund um die Presseversorgung, ihre Produkte und ganz individuell zur Altersvorsorge steht allen Mitgliedern, Versicherten und Interessenten die DJV-Geschäftsstelle in Dresden zur Verfügung: MH@djv-sachsen.de. Wir beraten Sie auch gern bei Fragen zur Künstlersozialkasse sowie zu den Verwertungsgesellschaften Wort und Bild-Kunst.

Rolf Dvoracek wird 80!

11. April 2015

Rolf DvoracekEs ist kaum zu glauben, der nach wie vor äußerst agile Rolf Dvoracek vollendet heute sein achtes Lebensjahrzehnt. Viele Jahre gehörte Rolf dem Gesamtvorstand des DJV Sachsen an. Hier und auf Bundesebene vertrat er die Interessen der sächsischen Bildjournalisten. Sein Berufsleben widmete er unter anderem seiner Heimatstadt Bautzen. Im Dezember vorigen Jahres legte Rolf Dvoracek daher auch sein Buch “Aufbau und Verfall. Bautzen zwischen 1960 und 1990″ vor. In beeindruckenden Bildern dokumentiert er den Aufbau in den sechsziger Jahren ebenso wie den Verfall der Altstadt. Das Buch legt davon ein beredtes Zeugnis ab.

Der DJV Sachsen gratuliert herzlich und wünscht Rolf Dvoracek Gesundheit und Glück, sowie weiterhin den ihm eigenen Optimismus und die ansteckende Frölichkeit. http://www.rolf-dvoracek.de/

Foto: bildermann.de

Wieder ein Podium wider Lügenpresse

30. März 2015

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Im abgedunkelten Saal 3 des Dresdner Kongresszentrumes wurde „die Lügenpresse“ befragt: Stefan Locke (FAZ), Ine Dippmann (MDR-Hörfunk), Prof. Wolfgang Donsbach (Kommunikationswissenschaftler) und Heinrich Maria Löbbers (Sächsische Zeitung) Foto: Bilal Mahmoud


Volksbeschuss bei Bürgerkonferenz

von Andreas Herrmann

Dresden. Die „Lügenpresse“ ist dank der Unwortwahl einer deutschen Jury in aller Munde. Und – unter heimlicher Schadenfreude der Politik – seit rund einem Jahr unter permanenten, im Winter stark angewachsenen Volksbeschuss, besonders seitens des gemeinen Ossi aus dem Hinterhalt politischer Desorientierung.
Grund ist der Umgang mit diversen Konflikten: Gaza, Krim, Friedensmahnwachen, Anti-Islamisierungsdemos europäischer Patrioten und nun auch noch TTIP und Griechenland – die Schere zwischen der veröffentlichten Meinung der Politiker in den „Systemmedien“ und „der Wahrheit“ der eigenen wie öffentlichen Meinung scheint auf die 180-Grad-Grenze zu zusteuern.
Zweimal lud der nun emeritierte Direktor des Instituts für Kommunikationswissenschaft (IfK) an der TU Dresden, Prof. Wolfgang Donsbach, zum Thema Vertrauenskrise und Glaubwürdigkeitsverlust sächsische Journalisten aufs Podium, zwei Mal gab es völlig unterschiedliche Eindrücke.
(more…)

Wir suchen Pressefotos aus 25 Jahren!

17. Februar 2015

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, 

der DJV Sachsen besteht in diesem Jahr seit 25 Jahren. Aus diesem Anlass wollen wir die diesjährige Fotoausstellung in der Berliner Vertretung des Freistaates im Mai/Juni für die Präsentation der besten sächsischen Pressefotos der zurückliegenden Jahre nutzen. Mit dabei sind natürlich die preisgekrönten Bilder unserer zwei Fotowettbewerbe. Zusätzlich kann sich jeder Bildjournalist beteiligen. Da könnte sich durchaus auch ein Blick in die Bilderkiste lohnen!

Fotoausstellung 25 1 [hprfoto]
Alle Pressefotografen und Bildjournalisten sind aufgerufen: Schicken Sie uns Ihr bestes/liebstes Foto! Ausreichend ist eine Bild-Datei. Wir übernehmen dann die Entwicklung und Rahmung.

Einsendeschluss ist der 31.03.2015. Alle Einsender, deren Bilder verwendet werden, werden zur Eröffnung der Ausstellung am 12. Mai 2015 nach Berlin eingeladen. 

Einsendungen bitte an presse@djv-sachsen.de 

DJV-Kongress besser online

20. Oktober 2014

Experimentierfeld Netz in der Hand: Immer wieder messen und justieren

Es gibt noch immer keinen Königsweg für erfolgreichen Onlinejournalismus, nur Experimente, die im besten Fall zu gelungenen Innovationen führen. Das ist auch 2014 das grobe – für manche vielleicht auch unbefriedigende – Fazit der DJV-Tagung „Besser Online“, zu der am 18. Oktober fast 300 Journalisten aus ganz Deutschland nach Berlin kamen.

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Denn der Wandel in der Branche kommt gerade erst in Gang. Noch immer lautet Probieren statt Studieren die Devise, egal ob es um Inhalt oder Wirtschaftlichkeit geht. Die zehnte Ausgabe des alljährlich vom DJV Bundesfachausschuss Online veranlassten und geplanten und dann von RDN, einer Recklinghausener PR-Agentur, die just auch den Auftrag für den NRW-Journalistentag innehat, organisierten Kongresses gelang trotz eines großzügigen und dafür omnipräsenten Sponsors thematisch deutlich ausgewogener als in den vergangenen beiden Jahren, als Bonn (2012) und Mainz (2013) Gastgeber waren. Somit konnte der DJV in Sachen Fachkompetenz in jenem Spezialgebiet den Rückstand zum Netzwerk-Recherche-Jahrestreffen wohl etwas verringern, auch wenn dort dank der offenen Organisationsform der individuelle Nährwert immer noch deutlich höher ist.

Dafür hatte man in Berlin mit der „Kalkscheune“ eine in Ambiente und Lage optimale Location gebucht, die – direkt hinter Friedrichstadtpalast und Bundesgesundheitsministerium gelegen – Blick auf das große Rocket-Internet-Eingangsportal und die Helga-Hahnemann-Straße gewährte. Drinnen in der spannenden Kulturfabrik, dem Ort des Jubiläums mit historischer Facette, in der viele fleißige Helferlein wuselten, wäre weniger Rund-um-Betreuung durchaus noch fair bis gesünder gewesen.

Unter dem eigenwillig übersinnlichen Motto „Das Netz in die Hand nehmen“ diskutierten 50 Referenten (dabei: 17 Frauen!) – darunter acht Blogger, sieben DJV-Funktionäre, sechs große Chefs und je vier Googler, Akademiker, Online-Netzwerker und Print-Onliner – in rund zwanzig Themenforen inhaltliche Onlinekonzepte für Zeitung und Radio, verglichen verschiedene Finanzierungsmodelle und stellten Lokalblogs sowie die beiden noch jungen, völlig unterschiedlichen Netzwerke hostwriter.org und torial.com für Journalisten vor.

Nicht Holzgrundlage, sondern die Zeitungsinhalte sind das Problem!

Zu den interessantesten Beiträgen zählte das Eröffnungspodium mit Wolfgang Blau, Netzstrategiechef vom Londoner „Guardian“, der den deutschen Verlagen und Journalisten riet, lieber nach europäischen Lösungen zu suchen und sich auch im Ausland inspirieren zu lassen, anstatt immer zuerst nach Silicon Valley zu schielen. Dort seien ganz andere Bedingungen, zum Beispiel 660 Millionen Dollar frei diffundierendes Investitionskapital pro Quartal unterwegs, während der europäische Markt – aus amerikanischer Brille mit Afrika und Vorderasien in einem Kategorieboot – eher für die großen Nachrichtenportale aus dem weiteren Osten interessant werden dürfte.

Blau, der für strikte Trennung der Newsdesks für Print und Online plädierte und aufzeigte, das auch lange Lesestücke im Netz bei entsprechender Umsetzung funktionieren, sieht die Zeitung auf Papier lange  nicht am Ende, sondern eher auf dem Weg zum Wochenendlesemedium. Sein „Guardian“ beweist das: In der Woche verkaufen sich in Britannien, den USA und Australien rund 230 000 Exemplare, die Sonnabendausgabe zählt hingegen oft 320 000 Stück.

Seine Erklärung: „Die Leute wenden sich nicht vom Papier als Medium ab, sondern von der Tageszeitung als redaktionelles Konzept“, betonte Blau zudem und wurde darin später auch von Stefan Plöchinger, Chefredakteur des Onlineauftritts der Süddeutschen Zeitung, bestätigt. Er lese im Urlaub lieber ein gedrucktes Buch, so wie viele Leute am Wochenende lieber eine gedruckte Zeitung in die Hand nehmen, meinte Plöchinger. Für das Netz jedoch gebe es kein einfaches Rezept. „Es braucht differenzierte Lösungen, jedes Blatt muss die passende finden. Auch wir messen und justieren“, sagte er.

Mehr noch als in den vergangenen beiden Jahren war bei der Tagung zudem die journalistische Qualität ein Thema. „Wenn Onliner höhere Achtung wollen, müssen sie auch besser sein“, sagte etwa Andreas Grieß von youdaz.com, einem Zusammenschluss von Journalisten und Medienschaffenden, die innovative journalistische Formate im Internet umsetzen.

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Guter sächsischer Auftritt dank Leipziger Netzradio

Journalistische Qualität und mediale Innovation sind auch für die Radios das Credo. Marcus Engert als Redaktionsleiter vom Leipziger Onlineradio detektor.fm, Ruben Jonas Schnell als Gründer und Chef von ByteFM und Inge Seibel-Müller, Jurymitglied beim Deutschen Radiopreis, waren sich darin einig, dass Radio im Jahr 2020 im Internet personalisiert und in mehreren speziellen Sparten funken wird. Innovation heißt hier vor allem eine Alternative zum Gleichklang der traditionellen UKW-Wellen, die Marcus Engert als Hauptgrund für die gleichförmige Radiolandschaft in Deutschland ausmachte.

Im Moment fehlen den Onlineradios zur unkomplizierten Verbreitung allerdings noch technische Voraussetzungen, zum Beispiel bezahlbare Endlosflatrates für Smartphones, sodass der Hörer auch ohne Drosselung langfristig qualitativ hochwertiges Webradio empfangen kann. „In Österreich sieht das anders aus“, sagt Engert. Er schickte zudem eine Forderung an einen Sponsor der Tagung: „Wann versteht Google endlich, was gesprochen und nicht nur, was geschrieben wird?“ Marcus Engert gehörte 2009 zum Gründungsteam von detektor.fm. Seitdem kann – auch dank eines Kredits „im Werte eines Rolls Royce“ (deutlicher wurde der Leipziger nicht) – ein Kernteam von vier Redakteuren, die mehr schlecht als recht davon leben und mit 15 bis 20 unbezahlten Freien ein Programm aus hintergründigen Nachrichtenberichten und alternativer Musikmischung leben, das bundesweit rund 40.000 Hörer im Monat zählt. Anders als bei öffentlich rechtlichen oder privaten Sendern bleibe dafür viel Raum für Experimente. Sein Ziel sei es, so Engert, der auch im Podium „Gegenöffentlichkeit durch politische Blogs“ für Aufsehen sorgte, jedes Jahr eine Innovation auf den Markt zu bringen. Denn was bisher nur den Fans bekannt ist: Sie machen ihr Programm generell überregional und suchen nach unentdeckten Musikperlen, sondern bieten auch täglich von 16 bis 19 Uhr ein frisches Drei-Stunden-Magazin mit 40 Prozent Wortanteil, wobei der Schwerpunkt auf Politik liegt. Die meisten Hörer sitzen in den echten Großstädten wie Berlin, Hamburg und München – Leipzig kommt erst an fünfter Stelle. „Das erreicht man nur mit Qualität und Glaubwürdigkeit“.

Schön war hier auch der Streit zwischen Ruhrbaron Stefan Laurin und HH-Mittendrin-Gründer Dominik Brück, die sich heftig widersprachen, ob Scoops (wie die Scharia-Polizei in Wuppertal) nun eher nützlich oder schädlich seien. Während Laurin die Aufmerksamkeit für sein Medium braucht und dafür Boulevard-Schlagzeilen in Kauf nimmt, setzt Brück auf den kontinuierlichen Mut zur Lücke, also kleinere, bislang unerzählte Themen. Engert setzt hier noch einen anderen Punkt dazu: „Wir haben kein Budget für einen Anwalt, um ganz große Streitgeschichten zu entfachen“. So kann es sein, dass große Themen, die bei „Frontal“ laufen, auf Recherchen aus seinem Büro beruhen. Eine Hintergrundrecherche auf Hörerwunsch, wer eigentlich der ISIS ihr Öl abkauft, geht natürlich dennoch, wenn die Großen in ihrer sparenden Gleichschaltung versagen. (NC & AH)
www.besser-online.info

Fotos Andreas Herrmann

 

Blattkritik beim leMoMo

26. November 2013

leMoMo Zeitungsstudium s [hprfoto]Die journalistische Qualität in Lokal- und Regionalzeitungen stand beim leMoMo am 25. November 2013 im Mittelpunkt der Gespräche. Gast war der frühere Chefredakteur der Leipziger Volkszeitung Hartwig Hochstein. Er berichtete nicht nur aus früheren Zeiten, sondern ließ sich auch auf eine Diskussion zu Zukunftschancen der Printmedien ein. leMoMo Konken Hochstein s [hprfoto]Hartwig Hochstein stand zehn Jahre lang an der Spitze der LVZ-Redaktion. Seinetwegen war auch der Bundesvorsitzende des DJV nach Leipzig gekommen. Denn der DJV gehörte fest zum Berufsleben des heute 70jährigen: Michael Konken (im Bild links) gratulierte Hartwig Hochstein zu 50 Jahren DJV-Mitgliedschaft.

Hochstein und Konken beim Kulttreff leMoMo

25. November 2013

Der Leipziger DJV-Sachsen-Treff leMoMo hat inzwischen einen gewissen Kultstatus errungen, der weit über die sächsische Medienstadt hinaus reicht. Heute Abend dürfte dem die Krone aufgesetzt werden. Traditionell wird immer jeweils ein prominenter Gast begrüßt. Das ist heute Hartwig Hochstein. Der frühere LVZ-Chefredakteur feierte in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag und er ist seit fünf Jahrzehnten DJV-Mitglied. Deshalb hat sich auch der Bundesvorsitzende der Journalistenorganisation Michael Konken auf den Weg nach Leipzig gemacht. Der leMoMo hat heute also mindestens zwei prominente Gäste und es lohnt sich daher doppelt, in das Cafe Grundmann zu kommen:
! Montag, 25. November 2013, 20 Uhr, Café Grundmann, August-Bebel-Straße 2, 04275 Leipzig

leMoMo-Einladung    Hartwig Hochstein zum 70.

leMoMo am 25.11.: Hartwig Hochstein zu Gast

12. November 2013
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
 
zwölf Jahre lang war Hartwig Hochstein Chefredakteur der Leipziger Volkszeitung: Von 1991 an machte er aus der ehemaligen SED-Bezirkszeitung eine freie Tageszeitung. Der 70-jährige Lüdenscheider, der nach eigener Aussage nie ein „Besserwessi“ sein wollte, schaut beim Journalisten-Stammtisch LeMoMo* zurück: 
Was hat er in seiner LVZ-Zeit erreicht? Wie schätzt er die zehn Jahre danach ein? 
Und mit Blick nach vorn: Wie schafft es die LVZ, erfolgreich fortzubestehen – ohne weiteren Stellenabbau und mit zufriedenen/ motivierten Mitarbeitern? 
Antworten gibt’s 
am Montag, dem 25. November 2013,
um 20 Uhr
im Café Grundmann, August-Bebel-Straße 2, 04275 Leipzig (im Separee).
 
Wir freuen uns auf Hartwig Hochstein, auf Sie/ Euch und auf einen spannenden Abend.
 
Beste Grüße, 
Regina Raedler und Ine Dippmann
 
* immer am letzten Montag im Monat

Hartwig Hochstein zu den Runden…

17. September 2013

DJV Sachsen gratuliert seinem Mitglied zu Geburtstag und Verbandsjubiläum

Das kann wohl kein anderer DJV-Landesverband für sich verbuchen: Sein Mitglied mit der am längsten währenden DJV-Mitgliedschaft ist ein langjähriger Chefredakteur einer großen Tageszeitung:  Dieses Mitglied ist Hartwig Hochstein – seit 50 Jahren Mitglied des DJV und seit dem 17. September 70 Jahre alt. Also gleich ein doppelter Grund für herzliche Glückwünsche!  

Der in Lüdenscheid geborene Hochstein war während seines ganzen Berufslebens immer mit der Zeitung verbunden. Blätter wie „Express“ und „Bild“ waren zunächst seine journalistische Heimat. Ende der 70er Jahre war Hochstein als Chefredakteur besonders an der Umprofilierung der Hannoveraner „Neuen Presse“ beteiligt. Diese Veränderung sicherte  dem Blatt aus dem Hause Madsack eine Zukunft neben der weitaus größeren „Hannoverschen Allgemeinen“ aus dem gleichen Verlag.  

Anfang der 90er Jahre erwartete ihn dann eine wohl weitaus kompliziertere Aufgabe: 1991 übernahm er für dreizehn Jahre die Leitung der „Leipziger Volkszeitung“. Kompliziert, weil er den bis heute einzigen von der Redaktion gewählten Chefredakteur der LVZ, Wolfgang Tiedke, ablöste. Schwierig aber auch, weil Hartwig Hochstein ein anderes Zeitungskonzept als sein Vorgänger verfolgte. Hochstein wollte nach eigener Aussage vor allem kein „Besserwessi“ sein. Und rückblickend lässt sich sagen, dass er diesem Anspruch auch gerecht geworden ist.  Als er 2003 die LVZ verließ, wurde das von der Mehrzahl seiner Leipziger Kollegen bedauert.

hochstein-kHartwig Hochstein hat aus seiner Verbundenheit mit dem DJV nie ein Hehl gemacht. Er hat sich immer um den journalistischen Nachwuchs bemüht und tut dies als Mitglied im Stiftungsrat der Leipziger Medienstiftung bis heute. Aber der Träger der „Goldenen Ehrennadel“ des DJV ist bis heute auch in einer Wahlfunktion des DJV Sachsen aktiv: Seit vielen Jahren gehört er unserer Beschwerdekommission an und wird für den DJV besonders bei der Arbeit mit dem Nachwuchs aktiv. 
Dr. Jürgen Schlimper

Foto (Volkmar Heinz): 2003 –
goldene Ehrennadel des DJV für vierzig Jahre Mitgliedschaft – was kommt nach Gold? Hartwig Hochstein, damals Chefredakteur der Leipziger Volkszeitung (rechts), und Michael Hiller, Geschäftsführer des DJV Sachsen. 

DJV-Info 06/2013: Mitgliederaktion und mehr

31. Mai 2013

DJV-Info Newsletter 700 schatten
Liebe Kollegin, lieber Kollege,

ein regnerisches Wochenende steht uns bevor. Vielleicht haben Sie da ja etwas Zeit, sich mit Ihrem Berufsverband zu beschäftigen. Gründe genug gibt es. Und vielleicht haben Sie auch Gelegenheit, mit einem Kollegen, einer Kollegin über den DJV zu sprechen und sie/ihn von Ihrem Berufsverband zu überzeugen. Ein paar Argumente für eine Mitgliedschaft finden Sie hier.

opunktBeratung. Rechtsschutz. Service. Das ist nicht nur unser Slogan sondern auch unsere Devise und alltägliche Praxis. Mit unserer Aktion Mitglieder+2013 können Sie dies an neue Mitglieder vermitteln und selbst davon profitieren. Empfehlen Sie Ihren Berufsverband! Jedes neue Mitglied testet die DJV-Mitgliedschaft sechs Monate lang zum halben Beitragssatz und Sie bekommen im Januar 2014 die Hälfte Ihres Jahresbeitrages zurückerstattet. Mitglieder+2013 startet am Samstag, dem 1. Juni und endet am Sonntag, dem 30. Juni 2013. Sie haben genau vier Wochen Zeit!

Hier gleich noch ein paar Argumente:

Der DJV setzt sich für angemessene Vergütung ein:

opunktFür die Mitarbeiter beim MDR wurde ein Vergütungstarifvertrag für feste und freie Mitarbeiter verhandelt, der in den kommenden zwei Jahren eine Steigerung von 5,1 Prozent sichert. Die Mitglieder beim MDR sind an diesem Ergebnis beteiligt. Dank an alle, die am 27. und 29. Mai für zwei Stunden zum Warnstreik kamen.

opunktFür die Redakteure bei LVZ und DNN sichert ein Haustarifvertrag die Rückkehr in die Vergütung entsprechend Flächentarif zum 1. Juli 2013. Auch dieser Haustarif konnte 2011 nur mit Hilfe der Beschäftigten verhandelt werden.

Der DJV setzt sich für die Interessen seiner Mitglieder vor Ort ein:

opunktAm 12 Oktober 2013 findet beim MDR in Leipzig der Zweite Ostdeutsche Journalistentag (ODJT) statt. Bitte merken Sie sich diesen Termin schon jetzt vor. Wie es 2012 in Berlin beim Ersten ODJT war sehen Sie hier

opunktAm 15. Juni 2013 treffen sich 10 Uhr in Dresden die Tageszeitungsredakteure (mehr).

opunktRegionaltreffen gibt es regelmäßig in Dresden (Dialog) und Leipzig (leMoMo) sowie als Seniorentreff im Raum Dresden/Ostsachsen.

opunktUnd schließlich findet auch in diesem Jahr unser traditionelles Sommerfest statt – wegen des Ostdeutschen Journalistentages diesmal etwas kleiner aber nicht weniger „fein“ als Grillfest am 12. Juli 2013 von 18 bis 22 Uhr im Garten der Geschäftsstelle in der Hospitalstraße – ohne Eintritt und Kosten aber mit der Bitte um eine Spende für unser Sozialwerk. (Bitte beachten Sie das Datum, im Kurier hatten wir einen Terminfehler)

Wir freun uns auf Ihre Mitwirkung!
Kommen Sie gut durch den Regen!

Ihr DJV Sachsen

Übrigens: Zum Sommerfest am 12. Juli können Sie Ihr neues Mitglied gern mitbringen! 

Treffen des FA Tageszeitungen

30. Mai 2013

Am 15. Juni treffen sich Redakteure sächsischer Tageszeitungen in Dresden. Grund ist die sich verändernde Tariflandschaft im Medienbereich. In Sachsen gibt es keinen Zeitungsverlag mehr, für dessen Journalistinnen und Journalisten der Flächentarif uneingeschränkt gilt. Diese Situation stellt für den Journalisten-Verband eine neue Herausforderung dar. Immer öfter müssen in den Häusern Verhandlungen aufgenommen werden, um einen Haustarif zu erstreiten. Die Fachgruppen Betriebsräte und Tageszeitungen im DJV Sachsen, die sehr eng zusammenarbeiten, möchten mit dem Treffen neue Ansprechpartner in den Betrieben finden.

Interessierte Mitglieder treffen sich am 15.06.2013, um 10 Uhr im Sozialwerk des DJV-Sachsen, Hospitalstr. 4, 01097 Dresden (3. Stock)
Um Anmeldung wird gebeten!: info@djv-sachsen.de

DNN: Aus den Redaktionsstuben an den Newsdesk

23. April 2013

DNN_Prager_Strasse__hprfoto__k02Nach mehr als einem Monat am neuen Redaktionssitz scheint bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (DNN) alles in Butter zu sein. Diesen Eindruck bekamen zumindest die Mitglieder des Presseclubs Dresden vermittelt, die am 22. April 2013 der Einladung von Chefredakteur Dirk Birgel gefolgt waren. Mitte März dieses Jahres waren Redaktion und Verlag der Dresdner Neuesten Nachrichten vom traditionsreichen früheren Unions-Haus in der Hauptstraße (DD-Neustadt) innerhalb eines Tages ohne Interims-Lösung ins Thalia-Haus mitten im Stadtzentrum an der Prager Straße gezogen: Rathausblick gratis! Wenn in Dresden etwas Großstädtisches pulsiert, dann wohl hier! (Umzug in den DNN) (more…)

Neue Fachausschussvertreter berufen

18. April 2013

Der Gesamtvorstand des DJV Sachsen hat am 17. April 2013 bei seiner Sitzung in Leipzig mehrere neue Vertreter für die Fachausschüsse bestätigt. Der Gesamtvorstand ist zwischen den Mitgliederversammlungen das höchste Organ des DJV Sachsen. Für den Fachausschuss Betriebs- und Peronalräte wurde Ronny Schilder, Betriebsrat bei der Freien Presse in Chemnitz, gewählt. Die Belange der jungen Journalistinnen und Journalisten vertritt ab sofort Jana Mundus, Freie Journalistin in Dresden. Anja Mutschler, PR-Beraterin in Leipzig, repäsentiert die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und für die Sächsischen Bildjournalisten sitzt jetzt Dr. Uwe Winkler, Freier PR-Journalist (Dresden/Meißen) im Gesamtvorstand. Die Fachausschussvertreter vertreten den DJV Sachsen auch in den Fachausschüssen auf Bundesebene. Die Fachausschussvertreter vertreten den DJV Sachsen auch in den Fachausschüssen auf Bundesebene. Neue Regionalgruppenvertreter sind Regina Raedler (Leipzig) und Lars Radau (Dresden).

Die Fachausschussvertreter im Überblick

Dialog-Auftakt mit DNN-Chefredakteur

14. Februar 2013

DNN-CR Dirk Birgel beim 1. Dresdner Dialog im Max [hprfoto]Erster Gast des Dresdner Dialogs war am heutigen Abend der Chefredakteur der DNN Dirk Birgel. Moderiert vom Initiator der neuen DJV-Verantsaltungsreihe in der Landeshauptstadt Lars Radau gab es viele interessante Themen. Im Mittelpunkt standen Dresdner Themen und natürlich die Dresdner Neuesten Nachrichten selbst. Mit einer Auflage von rund 25.000 hat das Blatt nicht nur Gewicht, sondern trotz des LVZ-Tochter-Charakters auch ein starkes eigenes Profil, teilweise von bis zu 80 Prozent durch der Arbeit freier Journalisten und Autoren bestimmt. Verständlich, dass daher auch die gerade erst gekürzten Honorare und das Thema Qualitätsjournalismus diskutiert wurden. Birgel blieb fast keine Antwort schuldig und verkündete auch das Datum des letzten Arbeitstages der Redaktion in den alten Redaktionsräumen. Am 15. März 2012 schließen die DNN das traditionreiche Kapitel Hauptstraße. Schon die Ausgabe am 18.3. wird in neuen Redaktionsräumen an der Prager Straße im „Thalia-Haus“ entstehen. (mehr) (Fotos vom Abend)


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