DKV-Gesundheitsinfo: Coffee-to-go?

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Sind Coffee-to-go-Becher gesundheitsschädlich?

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Holen auch Sie sich auf dem Weg zur Arbeit beim Bäcker häufig einen Coffee-to-go? Hin und wieder ist zu lesen, dass die Kaffeebecher gesundheitsschädlich sein können. Stimmt das? Wie die Gesundheitsrisiken, die von den Bechern ausgehen können, einzuschätzen sind, weiß Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung.

Die Innenseite der üblichen Coffee-to-go Becher sind mit Plastik beschichtet, damit der Kaffee die Pappe nicht aufweicht und der Becher dicht bleibt. Der Plastikdeckel enthält ebenfalls Kunststoffe. Auch die Druckfarbe auf dem Becher ist nicht ungefährlich. Denn wenn die Becher zum Verstauen ineinander gestapelt werden, kann sich die Farbe an der Innenseite des Bechers abreiben. Wird der Becher dann mit einem heißen Getränk befüllt, bewirken hohe Temperaturen in Verbindung mit Fett, beispielsweise aus der Milch, dass sich Schadstoffe von der Becherinnenseite und dem Deckel lösen und sich mit dem Getränk vermischen. Die verschiedenen, im Becher enthaltenen Stoffe wie Weichmacher, Antioxidantien, Mineralöle oder Schmiermittel stehen zum Beispiel im Verdacht, Einfluss auf den Hormonhaushalt zu nehmen. Zudem baut der Körper sie nur schwer und sehr langsam ab. Wie gefährlich diese Stoffe wirklich sind, ist bisher unter Forschern umstritten. Der gelegentliche Gebrauch der Wegwerfbecher gilt als unbedenklich. Bei regelmäßigem Benutzen über einen längeren Zeitraum sind Langzeitschäden jedoch nicht auszuschließen. Eine gesunde und umweltfreundliche Alternative bieten eigene Thermobecher, die innen nicht beschichtet sind. In den meisten Fällen befüllen die Händler sie auch – und gewähren sogar manchmal einen kleinen Rabatt.

Über den ERGO Experten Dr. Wolfgang Reuter

Dr. Wolfgang Reuter (Jahrgang 1960) hat Medizin und Politikwissenschaften in Freiburg und Paris studiert. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet er in unterschiedlichen Einrichtungen im Gesundheitswesen, 1999 kam er zur ERGO Versicherungsgruppe AG. Hier leitet er die Abteilung Medizinische Beratung im Leistungsmanagement der DKV Deutsche Krankenversicherung. In seiner Freizeit spielt der Vater von sechs Kindern Tennis und liest Thomas Mann.

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